Freitag, 11 September 2009

Plattenteller: Diarys „Ink 2 Paper“

Von Jim-Bob Nickschas

Schon mit 15 hat er seine ersten Texte geschrieben, jetzt bringt er bald sein erstes Album raus: Diary ist die neue Rap-Hoffnung aus Österreich.  „Ink 2 Paper“ liegt schon jetzt auf dem mymercury.de-Plattenteller und geht dem Rezensenten Jim-Bob nicht mehr aus dem Ohr. Warum, erklärt er euch jetzt.

Rap ist ja bekanntlich nicht jedermanns Sache. Viele halten diese Musikrichtung für unmelodisch, denken sofort an Gangster-Rap, harte Sprüche und harte Bandagen. Dass Rap jedoch auch ganz anders sein kann, beweist der junge österreichische Künstler Diary mit seinem Erstlingswerk auf eindrucksvolle Weise.

Anstelle von provokanten Gangster-Sprüchen und unschönem Vokabular findet man auf dem Album zwölf Songs von besonderer Qualität. Rap zwar, doch keineswegs kalt, hart und abweisend, sondern feinsinnig, einfühlend und ehrlich.

Die Texte haben eine große Tiefe, handeln vom echten Leben und sind in der Realität verwurzelt, so wie wir sie alle täglich erleben. Kein Wunder: Der österreichische Rapper und Beatmaker entschied sich für den Künstlernamen Diary, da das Schreiben für ihn wie das Führen eines Tagebuchs ist – man merkt es den Songs an.

Für seine Titel verbindet er klassische Hip-Hop-Elemente mit Innovation und englischen Texten. Damit erschafft er einen  ganz persönlichen Sound und es gelingt ihm auch, seinen Stil in allen Liedern durchzuhalten. Obwohl jeder Track in sich anders klingt, einen anderen Rhythmus oder eine andere Melodie in sich trägt, erkennt man doch immer dieselbe Handschrift: die von Diary.

Zudem profitiert er von seiner Erfahrung in der Szene: Viele namenhafte Gäste haben sich auf „Ink 2 Paper“ versammelt, um dem Künstler beim Schreiben seines wohl bisher längsten Tagebuchs unter die Arme zu greifen. Davon hat letztlich auch der Hörer etwas, setzen die musikalischen Gäste doch viele neue Akzente in die einzelnen Songs.

Wer ohnehin viel mit Rap-Musik zu tun hat und sich ein wenig in der Materie auskennt, sollte sich die Platte nicht entgehen und sich überzeugen lassen, dass auch Rap aus Österreich einiges kann. Für alle anderen gilt: Ausprobieren! Diary hat mit seinem unaufdringlichen und edlen Stil das Zeug, auch Neulinge in diese ganz eigene musikalische Welt einzuführen.

„Ink 2 Paper“ (SC Global Entertainment). Release: 23.10.09 

Interview mit Diary auf mymercury.de

Diary bei MySpace

Bisher 1 Antwort auf Diarys „Ink 2 Paper“


In Kommentaren blättern

Seite 1 

Sonntag, 25.Oktober, 2009 um 14:33

Backspin sagt:

Ist nicht schlecht, hört sich aber nicht professionell an






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