Dienstag, 03 November 2009

Internet: Ich bin online, also bin ich

Von Franziska Broich

15,9 Stunden verbringen deutsche Jugendliche zwischen 16 und 24 Jahren durchschnittlich in der Woche im Internet laut der Studie „Mediascope Europe 2008“. Ich bin online also bin ich? Unsere Autorin Franziska will es genau wissen

Keine Frage, auch ich verbringe täglich mindestens eine Stunde im Internet. Aber ich würde keinesfalls sagen, dass das verlorene Zeit wäre. Immerhin lese ich in dieser Zeit Onlineartikel und Blogs, gucke die Tagesschau oder kontaktiere meine Freunde. Früher guckte man die Nachrichten im Fernsehen, las die Zeitung oder telefonierte. Heute werden all diese Funktionen im Internet erfüllt.

Ich finde das Internet praktisch. In sozialen Netzwerken organisiere ich mir meine Mitfahrgelegenheiten für das Wochenende, es gibt Gruppen wo man WG-Zimmer finden kann und man kann den Kontakt zu Freunden auf der ganzen Welt mit einem Mausklick herstellen. Also warum soviel Aufruhr?

Einen Moment Reflektion. „Ich bin online also bin ich?“ Ganz falsch ist diese Aussage nicht. Ich kann mir das Leben nur noch schwer ohne Facebook und StudiVZ vorstellen. Klar gibt es immer noch Telefone, Handys und Briefe, aber es geht einfach schneller eine Mail zu schreiben.

Auch um Kontakte knüpfen zu können, ist es wichtig, online präsent zu sein. So kann man seine Kommilitonen oder Bekannte, die man auf einer Party getroffen hat, einfach im sozialen Netzwerk „adden“. Nicht selten kommen auch Geburtstagseinladungen neuerdings per Mail oder als Gruppeneinladung im sozialen Netzwerk.

Online rund um die Uhr

Der Nachteil der Onlinepräsenz ist klar. Man ist immer und überall erreichbar. Mit dem iPhone hat man nicht nur im Cafe und in der Straßenbahn, sondern auch im Supermarkt Internet- und Onlinepräsenz. Man kann sich den Nachrichten nicht mehr entziehen.

Fast rund um die Uhr läuft der Computer und da fällt es nicht schwer, schnell mal die Emails zu checken. Aber das lenkt auch ab. In jeder freien Minute checkt man seine E-Mails oder sieht nach, ob man neue Nachrichten bei StudiVZ hat. Außerdem werden viele persönliche Daten sowie Fotos im Internet gespeichert. Heutzutage ist es kaum vermeidbar, persönliche Daten im Internet zu hinterlassen. Deshalb sollte man regelmäßig, kontrollieren welche Daten im Internet über sich zu finden sind.

Ohne Zweifel hat diese Onlinepräsenz also auch Nachteile. Trotzdem ist Vernetzung im Internet wichtiger denn je im 21. Jahrhundert. Sei es um Kontakte zu knüpfen oder die aktuellsten Nachrichten verfolgen zu können. Kein Medium ist so einfach zu bedienen und so schnell wie das Internet. In der heutigen Zeit ist es fast ein „Muss“ Mitglied bei StudiVZ, Facebook oder Xing zu sein, um am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Auch wenn es traurig: „Ich bin online, also bin ich!“

Persönliche Daten im Internet

Um herauszufinden, welche persönliche Daten über einen in der Netzwelt sind, sollte man regelmäßig seinen eigenen Namen in Anführungszeichen bei einer Suchmaschine eingeben und die Ergebnisse unter die Lupe nehmen. Außerdem gibt es auch Personensuchmaschinen wie zum Beispiel www.yasni.de oder http://clusty.com.

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