Sonntag, 18 Oktober 2009

Lesezeichen: Safari durch die Küchen Afrikas

Von Sylia Heiberg

Sehr früh im Jahr hat uns 2009 der Winter gegrüßt. Bereits Mitte Oktober legten Bodenfrost und Schneeschauer ganze Landstriche lahm. Gerne träumt man sich da weit weg in wärmere Gefilde. Wie wäre es denn mal mit Afrika?

Als hätten sie den weißen Herbst voraus geahnt, haben zehn Azubis aus dem Süden der Republik ein herrlich sonniges Projekt auf die Beine gestellt: Ein afrikanisches Kochbuch.

Schon seit Jahren ist es in der Blaufeldener Firma Sigloch Tradition, den Auszubildenden eigene Buchprojekte zu überlassen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen - kein Profiteam hätte "Safari durch die Küchen Afrikas" schöner präsentieren können. Monatelang recherchierten die Mädels und Jungs die leckersten Rezepte, besuchten dazu Restaurants und schossen tolle Fotos.

Im originellen Giraffendesign kommt das Kochbuch daher und bietet für Interessierte zunächst einen theoretischen Teil. Wie ein kleines Lexikon stellt es alle afrikanischen Länder, ihre Besonderheiten und natürlich ihre Küchen vor.

Doch auch die Tatendurstigen, die das überflüssig finden und lieber sofort an die Töpfe stürmen wollen, kommen zum Zuge. Getrennt nach Vor-, Haupt- und Nachspeisen füllen die Rezepte den Rest des Buches. Wem nicht schon beim Anblick von Bananensuppe, Springbockfleisch oder Kongo-Pudding das Wasser im Mund zusammen läuft, der ist entweder scheintot oder Vegetarier.

Besonders schön: die Gerichte sehen nicht nur auf den Bildern spannend aus, sondern sind zumeist auch wirklich einfach. Mit Ausnahme weniger Hauptspeisen lassen sie sich aus wenigen Zutaten und mit wenigen Arbeitsschritten zubereiten. Man muss weder ein Kochprofi sein noch in der Nähe eines Spezialitätengeschäftes wohnen, um Spaß an den Gerichten zu haben, fast alles, was man benötigt, ist im Supermarkt zu finden.

Somit kann jeder, dem der Sinn nach Bananenküchlein oder Kokosbällchen steht (ich durfte beides probieren und bin seitdem verliebt) ohne großen Aufwand loslegen und alle Freunde dazu einladen.

Eine tolle Idee - so unspießig können Traditionen sein!

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